Westgrund Aktiengesellschaft

Berlin

Vorläufiger Abschluss für das Geschäftsjahr 2015

 

Erfolgreich weiter gewachsen

 

  • Alle wesentlichen Kennzahlen deutlich verbessert
  • Umsatzerlöse mehr als verdoppelt
  • Funds from Operations (FFO) mehr als verdreifacht
  • Unternehmenswert (NAV) um ein Drittel gesteigert

 

Berlin, 14. März 2016: Die Westgrund AG hat im Geschäftsjahr 2015 die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre weiter fortgeschrieben und alle wesentlichen Eckdaten weiter verbessert. „2015 war das beste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Die umfangreichen Akquisitionen des vorangegangenen Jahres haben sich erstmals in vollem Umfang auch im Ertrag niedergeschlagen“, so Arndt Krienen, Vorstand der Westgrund AG. „Außerdem haben wir uns im Zuge der Übernahme durch die ADLER Real Estate AG Mitte des letzten Jahres noch stärker auf unser operatives Geschäft konzentriert. Auch das hat sich ausgezahlt, denn wir konnten die Mieten anheben und vorhandenen Leerstand abbauen. Dass wir dabei auch den Wert unseres Unternehmens um gut ein Drittel gesteigert haben, macht uns natürlich besonders stolz – auch im Hinblick auf unsere neue Muttergesellschaft, die auf unterschiedliche Weise zu diesem Erfolg beigetragen hat und als Mehrheitsaktionär davon natürlich selbst am meisten profitiert.“

 

Immobilienbestand weiter ausgebaut

Die Westgrund AG hat ihren Bestand an Renditeimmobilien 2015 weiter ausgebaut. Der Zuwachs resultierte dabei aus Akquisitionen, die bereits vor der Übernahme durch die ADLER Real Estate AG unterzeichnet worden waren. Am Ende des Geschäftsjahres standen insgesamt 18.778 Wohn- und Gewerbeeinheiten unter der Position „als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ in der Bilanz – ein Plus von 16,6 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt, als dieser Bestand sich aus 16.104 Einheiten zusammensetzte.

 

Umsatzerlöse mehr als verdoppelt

Die Umsatzerlöse, die weitgehend mit den Mieterlösen identisch sind, nahmen um 44,7 Millionen Euro auf 80,5 Millionen Euro zu und haben sich damit mehr als verdoppelt. Dieser Zuwachs hängt überwiegend damit zusammen, dass die 2014 übernommenen Immobilien 2015 erstmals in vollem Umfang zu den Umsatzerlösen beigetragen haben. Ein positiver Beitrag zum Umsatz ergab sich zudem ab September dadurch, dass Nutzen und Lasten eines weiteren Immobilienportfolios mit insgesamt 2.781 Wohn- und Gewerbeeinheiten auf Westgrund übergingen. Die Mieteinnahmen hätten aber auch ohne zusätzliche Wohnungen leicht zugenommen, weil im vorhandenen Portfolio der Leerstand um gut einen Prozentpunkt zurückging und die durchschnittliche Miete je Quadratmeter um rund zwei Prozent auf durchschnittlich Euro 4,83/qm angehoben werden konnte.

Aus der Marktbewertung der Renditeimmobilien, der zweiten wesentlichen Komponente der Gesamtleistung, resultierten 2015 Erträge in Höhe von 72,0 Millionen Euro. Das waren 6,9 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (78,9 Millionen Euro).

Die Zunahme der Gesamtleistung um 42,2 Prozent auf 169,4 Millionen Euro (Vorjahr 119,2 Millionen Euro) geht daher im Wesentlichen auf das Wachstum der Umsatzerlöse zurück.

 

Ergebnisse deutlich verbessert

Nach Berücksichtigung aller operativen Aufwandspositionen ergab sich 2015 nach den bisher noch vorläufigen Zahlen ein Betriebsergebnis in Höhe von 106,2 Millionen Euro. Das waren 14,0 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (92,2 Millionen Euro). In diesem Ergebnis sind Erträge aus der Veräußerung von Immobilien in Höhe von 4,4 Millionen Euro enthalten, die überwiegend aus dem Verkauf eines kleinen Bestands in Berlin zur Mitte des Jahres resultierten.

Deutlich verbessert hat sich auch das Zinsergebnis, obwohl die verzinsliche Fremdfinanzierung um knapp 50 Millionen Euro zugenommen hat. Es verringerte sich von minus 21,4 Millionen Euro im Jahr 2014 auf minus 14,2 Millionen Euro. Abgenommen hat die Zinsbelastung vor allem, weil 2014 Einmalaufwendungen aus einer Zwischenfinanzierung angefallen waren, die sich 2015 nicht wiederholten.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel mit 91,3 Millionen Euro deutlich besser aus als im Vorjahr (71,6 Millionen Euro). Ebenso hat sich das Konzern-Jahresergebnis von 60,2 Millionen Euro in 2014 auf 75,0 Millionen Euro erhöht.

 

FFO I mehr als verdreifacht

Die Funds from Operations ohne Gewinne aus Immobilienverkäufen (FFO I) erreichten 19,2 Millionen Euro und lagen damit mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr (5,6 Millionen Euro). Die FFO werden in Immobiliengesellschaften typischerweise als Cash Flow orientierte Ertragskennzahl für das laufende Geschäft verwendet. Sie spiegeln damit vor allem den wohnungswirtschaftlichen Erfolg wieder, der sich dem gewachsenen Immobilienbestand ebenso verdankt wie dem Erfolg des Managements der bereits vorhandenen Portfolien.

 

Unternehmenswert (NAV) um ein Drittel gesteigert

Die Aktivseite der Konzern-Bilanz der Westgrund AG wird wesentlich durch die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bestimmt. Sie machten am 31. Dezember 2015 mit 888,1 Millionen Euro 93,5 Prozent der Bilanzsumme aus und lagen damit um 176,1 Millionen Euro oder 24,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Fast eine Drittel dieses Wertzuwachses resultierte aus der Marktbewertung von Renditeimmobilien, die bereits ein Jahr zuvor zu Westgrund gehörten.

Der Wertzuwachs der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien hat auch den Net Asset Value, die für die Einschätzung des Unternehmenswertes der Westgrund AG bedeutendste Kennziffer, um gut ein Drittel auf 418,7 Millionen Euro ansteigen lassen (Vorjahr 313,5 Millionen Euro). Je Aktie ergab sich daraus zum 31. Dezember 2015 auf unverwässerter Basis ein Wert von 5,27 Euro (Vorjahr 4,24 Euro je Aktie).

 

Finanzierungsstruktur (LTV) verbessert

Die Westgrund AG hat auch 2015 ihre konservative Finanzierungsstruktur beibehalten. Der Erwerb neuer Immobilien konnte mit einem hohen Anteil eigener Mittel finanziert werden, die Aufnahme von Fremdkapital beschränkte sich auf rund 70 Millionen Euro. Die Solidität der Finanzierungsstruktur spiegelt sich im Loan-to-Value (LTV) wieder, der 2015 mit 50,1 Prozent einen Prozentpunkt unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres lag. Die durchschnittliche Verzinsung des Fremdkapitals nahm von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 2,3 Prozent im Berichtsjahr ab.

 

Der vollständige Jahresabschluss steht voraussichtlich Ende März auf der Internetseite der Westgrund AG zur Verfügung. Da die Westgrund AG seit Juni 2015 mehrheitlich zum ADLER – Konzern gehört, gehen die hier veröffentlichten Zahlen auch in vollem Umfang in den ADLER Konzernabschluss ein.

 


Kennzahlen

  2015 2014 Veränd.in %
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 
Gesamtleistung (Mio. €) 169,4 119,2 42,2
davon Umsatzerlöse (Mio. €) 80,5 35,9 124,5
davon Marktbewertung Renditeimmobilien (Mio. €) 72,0 78,9 -8,8
Betriebsergebnis (Mio. €) 106,2 92,2 15,2
EBT (Mio. €) 91,3 71,6 27,5
Konzern-Jahresergebnis (Mio. €) 75,0 60,2 24,6
 
Funds from Operations I (Mio. €) 19,2 5,6 241,9
Funds from Operations II (Mio. €) 22,1 6,1 259,9
FFO I/Aktie (unverwässert) (€) 0,25 0,19 31,6
 
Konzern-Bilanz (zum 31.12.) 
Aktiva
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Mio.€) 888,1 712,0 24,7
 
Passiva
Eigenkapital (Mio. €) 379,6 287,6 32,1
Eigenkapitalquote (%) 40,0 35,5 +4,5 PP
Langfristiges Fremdkapital (Mio. €) 518,0 456,4 13,4
Bilanzsumme (Mio. €) 950,0 809,4 17,4
 
Net Asset Value (NAV) (Mio. €) 418,7 313,5 33,6
NAV/Aktie (unverwässert) (€) 5,27 4,24 24,5
LTV 51,1 50,1 + 1,0 PP
 
Portfolio (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zum 31.12.) 
Zahl der Einheiten 18.769 16.104 16,6
davon Wohneinheiten 18.478 15.874 16,4
davon Gewerbeeinheiten 291 230 26,5
 

 

 

Pressekontakt:

Dr. Rolf-Dieter Grass

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